30 Jahre JBO

 

 

Festkonzert der Jugendblaskapelle Obertrubach

Das Open-Air zur 30-Jahr-Feier der Jugendblaskapelle Obertrubach auf der Wiese vor der romantischen Felskulisse des Altarsteins war ein voller Erfolg.

Die tiefe Verwurzelung und hohe Wertschätzung der Jugendblaskapelle in der Gemeinde wurde durch die Besucherzahl deutlich: An die 700 Zuschauer – jung und alt – sind zum Open-Air- Festkonzert gekommen. Diese überwältigende Zahl überraschte selbst die Veranstalter. Die Jugendblaskapelle Obertrubach feierte ihr 30-jähriges Bestehen.

Und der liebe Gott schickte dazu geniales Wetter. Schließlich hat ja auch Pfarrer Werner Wolf vor 30 Jahren gegen manchen Bedenkenträger die Gründung des Vereins arrangiert. Jetzt bescherten die Musiker aller Altersgruppen mit dem Auftritt ihrer vier Musikgruppen ein Konzert auf hohem Niveau.

Die Böllerschützen des SG Trubachtal Obertrubach gaben mit einem Salut von den Felsen das Signal für den Beginn des Konzertes. Die Vorsitzende der Jugendblaskapelle, Kerstin Hofmann, begrüßte kurz die Ehrengäste, allen voran Ehrenvorstand Pfarrer Werner Wolf. Viele Freunde und namhafte Persönlichkeiten der Vereinsgeschichte waren auch anwesend.

Pfarrer wünschte sich Open-Air

Ein Open-Air-Konzert im Grünen war schon immer sein Wunsch, sagte Pfarrer Wolf. In einem Rückblick ging er auf die Gründungszeit ein. Wolf übernahm anfangs den Vorsitz, spielte selbst einige Jahre mit und verstand es, namhafte Musiker einzubinden. Die stille Freude war ihm anzumerken, auch der Umstand, dass die gelungene Umstrukturierung mit einer deutlichen Verjüngung der Vereinsführung mit Kerstin Hofmann und Laura Treiber zukunftsweisend ist. Georg Habermann und sein Team übergaben geordnete Verhältnisse. Über sein Pfarrbüro lässt Wolf eine private Spende übergeben.

„Unsere Gemeinde wäre viel ärmer ohne Euch“, sagte Bürgermeister Markus Grüner in seinem Grußwort. Er dankte den Musikern und dem Dirigenten Johannes Raum. Bernd Reichel dankte er für eine beispielhafte Nachwuchsarbeit. Reichel war maßgeblich an der Ausrichtung dieses Festes beteiligt. Aus einer Wohltätigkeitsveranstaltung übergab Grüner einen Scheck von 500 Euro an Kerstin Hofmann. Die Geschäftsstellenleiter Kurt Haas für die Sparkasse und Markus Habermann für die Volksbank gratulierten ebenfalls mit einem Präsent. Habermann nannte dabei die Jugendblaskapelle die „Würze unseres Vereinslebens“.

Hofmann dankte allen, die mitgeholfen hatten, die Logistik und die Bühne in der Natur zu erstellen. Zusammen mit ihrer Vertreterin Laura Treiber bat sie Bernd Reichel auf die Bühne und überreichte einen Korb mit lokalen Erzeugnissen. „Die Jugendblaskapelle ist mein Leben und mein Herzblut“, sagte Reichel emotional bewegt und sichtlich überrascht.

Genießen und Mitsingen

Dann waren endlich die jüngsten Musiker, die Bläserklasse der Schule Bärnfels, an der Reihe mit ihrem Auftritt. Es folgt das Juniorblasorchester, Musikerinnen und Musiker, die seit drei Jahren spielen. Danach folgte das Nachwuchsorchester, das seit fünf Jahren aktiv ist. Die Jugendbeauftragte Theresa Reichel moderierte diesen Part.

Die Jugendblaskapelle zeigte anschließend das ganze Spektrum ihres Könnens. Nina Frühbeißer führte ein in Darbietungen wie „In the Mood“, das berühmte „Hey Jude“ von John Lennon oder den „Second Waltz“ von Dimitri Schostakowitsch. Die geschickt aufgebaute Bühne präsentierte eine ansprechende Akustik.

„Dem Land Tirol die Treue“, dieses Lied setzten die Musiker textlich um und luden zum Abschluss des offiziellen Teils zum Mitsingen ein. Dort hieß es „Idyllisch schön im Frankenland gelegen, grüßt unser Trubi in die Welt hinaus“. Ein Lied voller Hingabe, eine Hommage an „Trubi“ und das Frankenland gleichermaßen. Es war nur logisch, dass man die Jugendblaskapelle anschließend nicht so einfach ziehen ließ. Johannes Raum und seine Bläser ließen sich nicht lumpen und gestalteten einen langen, unterhaltsamen Nachmittag.

Der Nordbayerische Musikbund war mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Georg Schirner vertreten, Landrat Hermann Ulm (CSU) zeigte ebenso seine Wertschätzung wie Landtagsmitglied Thorsten Glauber (FW).

Quelle: InFranken.de mit freundlicher Genehmigung von Franz Galster